Der Magnus-Effekt beim Schießen

Magnus-Effekt

www.10komma9.info

die Website für Sportschützen und angehende Schützen

Der Magnus-Effekt beim Sportschiessen.

Erkenntnisse, Einflüsse und der Umgang mit der Ballistik

Der Magnus-Effekt ist ein physikalisch determiniertes Phänomen der Aussenballistik und wirkt gegensätzlich zur Präzession der Geschossstabilisierung des Dralls.

 

Interessieren wird uns als Schützen dieser Effekt nur, wenn wir bei Seitenwind schiessen.

 

Wind von Rechts treibt das Geschoss nach links, Seitenwind von Links adäquat nach rechts.

(s.dazu auch Kapitel „Das Vorhalten“.  

 

Fast alle Läufe unserer Sportwaffen haben Züge welche einen Rechtsdrall auf das Geschoss bewirken.

 

Der Magnus-Effekt entsteht dadurch, dass bei rotierender Kugel die Grenzschichtablösung auf der Seite der Kugel später erfolgt, auf der die Strömung gleichgerichtet mit der Drehrichtung der Kugel ist. Hierdurch erhält die Strömung einen Impuls in Richtung der Seite der Kugel, die entgegen der Strömung dreht. Die Gegenkraft hierzu ist die seitliche Ablenkungskraft der Kugel.

ballistik beim schuss
ballistik beim schuss

Seitenwind von Rechts lenkt das Geschoss nach Links und Unten

Seitenwind von Links lenkt das Geschoss nach Rechts und Oben

Wie stark sich der Magnus-Effekt bemerkbar macht hängt von folgenden Faktoren ab:

 

- die Stärke des Seitenwindes

 

- Länge der Einflußdistanz des Windes

  (Je näher der Wind bereits im Bereich der Mündung bläst, desto größer die Abdrift.)

Auswirkungen des Magnus-Effekt und der Seitenwinde.

Magnus-Effekt
Magnus-Effekt

Mehr dazu (für Interessierte) auf folgenden Seiten:

 

Innenballistik 

 

Abgangsballistik 

 

Aussenballistik

 

Zielballistik

trockentraining schiessen

Weiterführende Fachbücher zu diesem Thema: 

 

"Ballistik Theorie und Praxis" von Beat P. Kneubuehl

"Innere Ballistik. Die Bewegung des Geschosses durch das Rohr und ihre Begleiterscheinungen" von Prof. Dr. O.Poppenberg, Prof. O.von Eberhard